Setun-Projekt vs. NSA-Superrechner

Foto: Андрей КуликовDie NSA baut einen neuen Supercomputer, heißt es. Einen Rechner, der alle uns bisher bekannten Digital-Systeme an Komplexität und Schnelligkeit um Längen übertreffen soll. Beim Lesen der Meldungen darüber fiel mir wieder das Setun-Projekt der Sowjets ein, von dem mir Schulfreund und HGB-Absolvent Francis Hunger vor Jahren einmal erzählte.

Ende der 1950er forschten die Russen offenbar an einem Computersystem, das bei der Berechnung zusätzlich zu den binären Einsen und Nullen noch eine dritte Variable nutzte. Das sogenannte Terniär-System wurde allerdings vom obersten Sowjet irgendwann eingestampft. Noch heute soll es in Moskau dennoch Experten-Kongresse geben, die über die Möglichkeiten des Setun-Projekts (benannt nach einem Flüsschen in der Nähe von Moskau) sinnieren, erzählte mir Francis damals.

Einer der Vorteile von ternären Rechnern gegenüber den uns bekannten binären soll kürze Zahlenketten sein – die auch schnellere Rechenprozesse zur Folge hätten. Francis hat zum Thema auch ein Buch geschrieben, dass man hier bestellen kann.

Mehr zum Setun auch bei Wikipedia.

Konzerttipp: Me An The White Tiger

PartyAm kommenden Samstag feiern die Discotizer Me And The White Tiger im Ilses Erika (Beginn 23 Uhr) ihr Konzertdebüt. Mit etwas Beflissenheit in Leipziger Popmusik-Geschichte lässt sich die Formation schnell als eine Art Supergroup hiesiger Dancefloor-Sterne vergangener Tage ausmachen: Zu den Tigern gehören neben Stefan Kopielski und Timo Lurgenstein (früher Galan Pixs) auch Susi Kemmer (ex-The Caine, SUI) und Carsten Schulze (Tafka CS). Das Tiger-Debütalbum „Hedonist“ wartet bei Motor Digital in den Startlöchern und ein schickes Musikvideo gibt es natürlich auch schon.

Näheres zur Band steht übrigens auch im Bandportrait der LVZ. 🙂

Die Bullenjagd hat begonnen

Man kann ja zu RB Leipzig stehen wie man möchte, wird sich so oder so allerdings einer gewissen Faszination am Einstieg der österreichischen Brause in den hiesigen Fußball bzw. an den Folgeerscheinungen nicht erwehren können. Am vergangen Wochenende bestritten die Herren um Ex-Nationalspieler Hertzsch ihr erstes Oberliga-Spiel und kamen bei der Reserve von Carl-Zeiss Jena mit einem blauen Auge davon. Kurz vor Schluss gelang den wohl weitgehend schlaffen Bullen noch der Ausgleich.

Der erste sportlich Härtetest geriet für RB jedoch auch zum Vorgeschmack auf den Unmut, der ihnen künftig aus den Fankurven der Liga droht. Man habe die RB-Spieler an den Kernbergen bespuckt und beleidigt, am Ende gar regelrecht vom Hof gejagt – heißt es sinngemäß in der Presse und den Fanforen. Kommendes Wochenende kündigt sich mit der Gefolgschaft des FSV Zwickau Fortsetzung der tatkräftigen RB-Missbilligung an.

Neben dem Geschehen auf dem Rasen und den Rängen ist auch das Internet in Sachen RB ein großer Quell interessanter, bisweilen äußerst amüsanter Geschehnisse. So gibt es seit kurzen zwei Fake-Blogs, die von antikapitalistischen linken RB-Ultras bzw. nationalen rechten RB-Kameraden berichten.

Nicht zuletzt hat Fortuna den RB’lern gleich in der ersten Runde des Sachsen-Pokals den FC Sachsen Leipzig zugelost und somit die Leipziger Derby-Dichte in den kommenden Wochen noch gesteigert.