Setun-Projekt vs. NSA-Superrechner

Foto: Андрей КуликовDie NSA baut einen neuen Supercomputer, heißt es. Einen Rechner, der alle uns bisher bekannten Digital-Systeme an Komplexität und Schnelligkeit um Längen übertreffen soll. Beim Lesen der Meldungen darüber fiel mir wieder das Setun-Projekt der Sowjets ein, von dem mir Schulfreund und HGB-Absolvent Francis Hunger vor Jahren einmal erzählte.

Ende der 1950er forschten die Russen offenbar an einem Computersystem, das bei der Berechnung zusätzlich zu den binären Einsen und Nullen noch eine dritte Variable nutzte. Das sogenannte Terniär-System wurde allerdings vom obersten Sowjet irgendwann eingestampft. Noch heute soll es in Moskau dennoch Experten-Kongresse geben, die über die Möglichkeiten des Setun-Projekts (benannt nach einem Flüsschen in der Nähe von Moskau) sinnieren, erzählte mir Francis damals.

Einer der Vorteile von ternären Rechnern gegenüber den uns bekannten binären soll kürze Zahlenketten sein – die auch schnellere Rechenprozesse zur Folge hätten. Francis hat zum Thema auch ein Buch geschrieben, dass man hier bestellen kann.

Mehr zum Setun auch bei Wikipedia.

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